Gelelektrophorese in der Hochschule Pforzheim
- Details
- Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 29. Januar 2026 08:08
- Zugriffe: 64
Am Freitag, den 23.01.2026, traf sich unser Biologie-Leistungskurs von Frau Faber vor der Hochschule Pforzheim, um an einer spannenden Exkursion teilzunehmen.
Nach Ankunft wurden wir freundlich empfangen und direkt in ein Labor geführt. Dort erhielten wir zunächst Laborkittel und Schutzbrillen, da Sicherheit im Labor oberste Priorität hat.
Zu Beginn gab uns die Leiterin des Labors eine kurze Einführung in das Thema des Tages. Dabei wiederholten wir die Grundlagen der PCR (Polymerase-Kettenreaktion) und der Gelelektrophorese. Mit der Gelelektrophorese kann ein Bandenmuster (genetischer Fingerabdruck) erstellt werden, welches für die Durchführung von Vaterschaftstests und Täteranalysen genutzt werden kann. Mit der PCR wird das genetische Material zunächst vervielfältigt, wodurch die Gelelektrophorese erst möglich wird. Anschließend folgte eine Sicherheitsbelehrung, bevor wir selbst praktisch arbeiten durften. Zuerst übten wir den Umgang mit den Laborpipetten, indem wir Wasser abmaßen. Dabei wurde schnell deutlich, wie wichtig sorgfältiges und genaues Arbeiten ist – was für manche eine kleine Herausforderung darstellte.
Nachdem alle den Umgang mit den Geräten beherrschten, begannen wir mit der Isolierung unserer eigenen DNA. Dafür entnahmen wir Zellen aus der Mundschleimhaut, die sich später in einem kleinen Becher mit Wasser befanden. Anschließend wurde unsere Probe in verschiedene Geräte gegeben und mit unterschiedlichen Chemikalien versetzt, um die DNA aufzubereiten und später sichtbar zu machen. Dieser Teil erforderte besonders genaues Arbeiten, da bereits kleine Fehler das Ergebnis beeinflussen konnten.
Nach mehreren Stunden intensiver Laborarbeit durften wir uns gegen 12 Uhr eine Pause gönnen und in der Mensa der Hochschule zu Mittag essen. Nach der einstündigen Pause ging es motiviert weiter. Wir führten die PCR durch, bei der bestimmte Primer zu unserer DNA hinzugefügt wurden, um ausgewählte DNA-Abschnitte zu vervielfältigen. Kurz darauf konnten wir mit der Gelelektrophorese beginnen. Die Professorin erklärte uns, wie das Gel aufgebaut ist und wie wir unsere Proben vorsichtig in die kleinen „Taschen“ einfüllen mussten.
Nun hieß es warten, bis ein sichtbares Ergebnis entstand. Während dieser etwa einstündigen Wartezeit besuchten wir den nahegelegenen Wildpark. Dort wurden wir herzlich von Alpakas und Ziegen begrüßt, die wir füttern und kuscheln durften. Danach nutzten einige noch den Spielplatz, um sich nach der langen Zeit im Labor etwas zu bewegen.
Als wir ins Labor zurückkehrten, konnten wir unsere Ergebnisse betrachten. Bei einigen waren die DNA-Banden deutlich zu erkennen, bei anderen weniger, was möglicherweise auf kleine Ungenauigkeiten beim Arbeiten zurückzuführen war. Insgesamt war die Exkursion jedoch sehr erfolgreich. Wir konnten nicht nur unser theoretisches Wissen anwenden, sondern auch wertvolle praktische Erfahrungen sammeln.
Rückblickend war der Tag an der Hochschule Pforzheim sehr lehrreich und spannend. Die Exkursion hat uns einen realistischen Einblick in die Laborarbeit gegeben und unser Interesse an der Molekularbiologie weiter gestärkt.
Text: Reinhild Schröder, Laura Figus
Photos: Diana Faber
