Wettbewerb "Mauern einreißen" des Vereins "Gegen das Vergessen"
Schüler der 9. Klasse des RGP belegten beim Wettbewerb „Mauern einreißen“ des Vereins „Gegen das Vergessen“ den 2. Platz, der mit einem Ausflug zu einem der heißesten Orte der deutschen Nachkriegsgeschichte belohnt wurde: Point Alpha an der ehemaligen innerdeutschen Grenze (Hessen/ Thüringen).
Ausgangspunkt unseres Besuches war das „Haus auf der Grenze“. Hier erhielten wir einen Einblick in die menschlichen Grausamkeiten, die durch die Teilung entstanden sind: Zwangsumsiedlungen, Einschüchterung der Bevölkerung … unsere Führerin ergänzte/ bereicherte diese Informationen durch Berichte von ihren eigenen Erlebnissen aus ihrer Kindheit und Jugend in der ehemaligen DDR.
Der anschließende Spaziergang führte uns durch den ehemaligen Todesstreifen, vorbei an Sperranlagen – heute ein grünes Band quer durch Europa – die ihr Aussehen in der Zeit der Teilung immer mehr verändert haben, bis sie schließlich eine unüberwindbare Grenze bildeten.
Am Ende dieses Spaziergangs steht ein Birkenkreuz, das als Erinnerung an einen Fluchtversuch errichtet wurde, den zwei Männer zu Weihnachten 1975 an dieser Stelle wagten. Sie waren kurz vor ihrem Ziel, als einer von ihnen, der aus einem Nachbarort stammende Bernhard F., am letzten Grenzzaun die dort angebrachte Splittermine SM 70 auslöste. Er wurde so schwer verletzt, dass man lange Zeit davon ausging, dass er es nicht überlebt habe. Sein Begleiter wurde festgenommen. Dies alles geschah vor den Augen der Amerikaner, die aber nicht eingreifen durften.
Letzte Station unseres Besuches war der US-Beobachtungsstützpunkt Point Alpha. Hier verrichtete das 11. Armored Cavalry Regiment (ACR) bis zum Ende des Warschauer Pakts seinen Dienst und überwachet die Grenze. Das 11. ACR trägt ein springendes schwarzes Pferd als Wappen, wovon sich die Regimentsbezeichnung „Blackhorse“ ableitet. In einer der Baracken wurde uns die strategische Bedeutung dieses Ortes vor Augen geführt – das „Fulda Gap“. Hier ragte der Ostblock am weitesten in den Westen hinein und deren Truppen hätten in kurzer Zeit Frankfurt erreichen können.
Ein langer und erlebnisreicher Tag ging damit zu Ende. Und die Mühen und Anstrengungen, die die Vorbereitung und Durchführung unseres Wettbewerbbeitrags erforderten, waren durch diesen Ausflug fast vergessen.
Die Klasse 9b, jetzt 10b
Point Alpha an der ehemaligen innerdeutschen Grenze
Vorlesewettbewerb 2008/2009
Unsere Klassensieger im Vorlesewettbewerb 2008/2009 sind:
- Igor Knebel (6a)
- Julien Herbig (6b)
- Jens Bockelmann (6c)
- Sarah-Luisa Dofek (6d)
- Manuel Schneider (6e)
- Vincent Busse (6f)
Schulsieger wurde Igor Knebel.
Igor wird unsere Schule am 16. Februar 2009 im Stadtentscheid vertreten.
Herzlichen Glückwunsch!
Julian Rapp gewinnt einen ersten Preis beim Wettbewerb des Landtags
Für herausragende Leistungen beim 50. Schülerwettbewerb des Landtags zur Förderung der politischen Bildung haben vier Schülerinnen aus Ravensburg und Schorndorf sowie ein Schüler des Reuchlin-Gymnasiums aus Pforzheim einen Förderpreis erhalten. Mit seiner ersten Wettbewerbsteilnahme gelang es Julian Rapp auf Anhieb ganz oben zu stehen. Seine Einzel-Arbeit wurde mit einem Preisgeld von 1.250 Euro ausgezeichnet.
In seiner Rede zur Preisverleihung am 15. April 2008 hob Landtagsvizepräsident Wolfgang Drexler mit besonderem Respekt hervor, dass Julian Rapp vom Reuchlin-Gymnasium Pforzheim schon beim ersten Mal sofort der große Wurf gelungen ist und lobte die Arbeit mit folgende Worten:
Julian Rapp wurde mit der Frage „Was bedeutet Glück in unserer Gesellschaft?“ ein – hoffentlich - glücklicher Gewinner des Förderpreises. Mit dem Begriff „Glück“ beschäftigt er sich aber nicht erst seit er das Thema beim Schülerwettbewerb entdeckte. Als Abiturient, der Griechisch und Latein im Leistungskurs belegt, folgt er schon seit längerer Zeit philosophischen Pfaden zum Glück. In seiner Facharbeit wird deutlich: hier hat ein junger Mann nicht nur einschlägige Literatur gelesen, um Fakten und Zitate wiedergeben zu können. Er hat das Gelesene reflektiert und ist vom Thema durchdrungen. Ich bin beeindruckt, mit welcher Tiefe und Nachdenklichkeit die Fragestellung bearbeitet wurde. Glück wird in dieser Arbeit von verschiedenen Seiten angegangen und beleuchtet. Julian Rapp sieht sowohl die individuelle Bedeutung, aber auch die, die Glück im gesellschaftlich-politischen Rahmen hat. Ich zitiere: „In einer demokratischen Gemeinschaft sollte Glück immer auch Verantwortung in sich bergen. Solidarität mit den Schwachen in der Gesellschaft sollte Antrieb zu sozialem und politischem Engagement sein.“ Ich finde, diese Arbeit ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich bei bewusster Glückssuche die Interessen des Einzelnen sehr wohl mit denen der Gesellschaft verbinden lassen. Dass junge Menschen den Blick über ihnen nahe Liegendes hinaus weiten, finde ich bemerkenswert.
Pressemitteilung des Landtags Nr. 028/2008 vom 15.04.2008
Landtag BW Aktuelles - Begegnungen - 50. Schülerwettbewerb: Förderpreise verliehen
Artikel aus den Badischen Neuesten Nachrichten vom 16. April 2008
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Aufsatz von Julian Rapp
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Französischschüler des Reuchlin-Gymnasiums als Literaturkritiker
Im Rahmen des Projekts Prix des lycéens allemands, das sich an der Verleihung des französischen Literaturpreises Prix Goncourt des Lycéens orientiert und auf Bundesebene bereits zum vierten Mal angeboten wird, hat sich der Französischkurs der 12. Jahrgangsstufe am Reuchlin-Gymnasium seit Oktober 2007 mit neu erschienenen französischsprachigen Jugendromanen im Unterricht beschäftigt. Die 24 Schüler sind Mitglieder der literarischen Jury, die zunächst auf Schulebene aus fünf nominierten Jugendbüchern dasjenige kürt, das ins Deutsche übersetzt werden soll, damit es dann auch den Jugendlichen, die die französische Sprache nicht beherrschen, zugänglich gemacht werden kann. Die Themenvielfalt der Bücher reicht von den Auswirkungen des Algerienkrieges bis hin zur einfühlsamen Schilderung der afrikanischen Lebenskultur, familiären Themen wie Adoption oder problematischen Eltern-Kind-Beziehungen oder Entwürfen futuristischer Lebenswelten. Unter Anleitung ihrer Lehrerin, Frau Studiendirektorin Ulrike Hof, diskutierten die Schüler über die Inhalte der Bücher, verfassten Rezensionen und Präsentationen für ihr café littéraire und nahmen an Autorenlesungen in Karlsruhe (Marie-Florence Ehret) und Stuttgart (Cathy Ytak) teil. Die Lernziele des Projekts umfassen nicht nur den sprachlichen und kulturellen Bereich, sondern auch die Entwicklung anderer Kompetenzen wie Argumentations- und Konsensfähigkeit, selbstständige Zeitstrukturierung und selbstständiges Arbeiten in der Gruppe. Die Bewertung durch die Schuljury fand am 30. Januar statt: Das Buch Un été outremer von AnneVantal erhielt den 1. Preis, das Buch Les murs bleus von Cathy Ytak den 2.
Die Schülerin Céline Ortmann wurde als Vertreterin der Schuljury gewählt, die die Entscheidung der 24 Kursteilnehmer auf Landesebene im Institut français in Stuttgart am 15. Februar 2008 vortragen und verteidigen wird. Ihr Stellvertreter ist Daniel Pollak.
Ulrike Hof, April 2008
Prix des lycéens allemands

